4 interesting facts about Australia


Australien - das Land, der gefährlichen Tiere, der schönen Landschaft und der Farmen größer als Deutschland. Das sind alles Dinge, die jeder weiß. Jeder hat von den Schnabeltieren gehört, die es nur hier gibt oder von den Salzwasserkrokodilen. Natürlich ist auch jedem klar, dass man in Australien das Sonnenbaden möglichst vermeiden sollte. Die Ozonschicht ist da ja so dünn. Das lernt man alles nahezu schon im Kindergarten.

Aber ist das schon alles? Nein, natürlich nicht. In den letzten zwei Monaten, die ich jetzt schon hier verbringe, sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die hier anders sind - aber keiner vorher wirklich erwähnt hat.

1. Magpies

Noch nie von gehört? Sag ich ja. Magpies sind Vögel. Sie leben nahezu überall in Australien, bevorzugt aber in den Städten. Wer jetzt gähnt und sich denkt "Was will sie mir jetzt damit sagen? Vögel halt, ne?!" Der sollte mal im Frühling nach Australien kommen und durch Canberra oder jede andere Stadt mit vielen Bäumen laufen. Warum? Magpies sind sehr aggressiv in dieser Zeit, da sie gerade brühten und gerne mal jede sich nähernde Person, Fahrradfahrer, Hunde und alles andere als Feind betrachten. Und angreifen.
Ja, richtig in Australien attackieren Vögel Menschen. Vergesst die ganzen Warnungen über Krokodile, Spinnen und Schlangen. Wirklich angsteinflößend sind diese Viecher. Im Sturzflug sausen sie plötzlich und ohne Vorwarnung auf Spaziergänger hinab und versuchen mit ihren scharfen Krallen und spitzen Schnäbeln auf ihn einzuhacken. Kein Witz, diese Vögel sollten dringend mal über eine Anti-Aggressions-Therapie nachdenken. 
Wie man sich vor ihnen schützen kann? Tja, also am besten nicht unter einem Baum langlaufen, wo sie brüten. Blöd ist natürlich, wenn sie im Baum vor der Haustür ein Nest haben. Manche Fahrradfahrer haben in ihren Helmen auch komische Plastestäbe stecken, die verhindern sollen, dass sie zu nah kommen. Meine Lieblingsvariante ist ja so schnell es geht wegzurennen, Kopf und Gesicht mit den Armen zuschützen, nichts zusehen und mit vollem Karacho dem Straßenpflaster Guten Tag zusagen. Vorzugsweise wenn der Postbote kommt und laut Beifall klatscht.
Ich liebe diese Viecher. 

Das Foto ist vor ein paar Wochen entstanden, da waren sie noch harmlos.

2. Salzliebe

Australier lieben Salz. Egal, ob in Butter oder Popcorn, Salz muss mit. Ich glaube es gibt auch in Deutschland Butter, die gesalzen ist, aber dann steht das auf der Verpackung, weil es eben nicht die normale Butter ist. Und auf jeden Fall ist selbst solche Butter nicht so salzig wie diese hier. Als Nicht-Australier denkt man da natürlich nicht dran und kauft eben einfach irgendeine Sorte und denkt man kann damit einen Kuchen backen. Nein, das schmeckt nicht, also nochmal auf Anfang mit Butter, die immerhin salzreduziert ist. Das geht dann. 
Aber das ist okay, irgendwann merkt man sich das, aber was ich wirklich traurig finde, ist, dass es hier fast nur gesalzenes Popcorn gibt. Auf Kindergeburtstagen, im Laden und am allerschlimmsten - in Kinos. Das erste Mal als ich eine große Schüssel Popcorn gesehen habe, schob ich mir glücklich eine Handvoll in den Mund ... um dann weniger glücklich festzustellen, dass es gesalzen ist. Da hab ich ja noch gedacht, es sei eine Ausnahme. Aber nein, Australier lieben Salz. 
Man könnte jetzt sagen, ich übertreibe, aber nein sie tun es wirklich! Das wohl beste Beispiel ist Vegemite. Das ist eine Art Brotaufstrich, der vom Geruch etwas an Maggi erinnert, nur hochkonzentriert. Der Geschmack ist dann für Australier megalecker, für jeden anderen ... eher nicht. Sehr, sehr, sehr salzig. Warum das hier in etwa die gleiche Popularität hat wie bei uns Nutella, versteh ich nicht. Aber andere Länder, andere Geschmäcker.

3. Kurze Tage

Wir haben am Wochenende die Uhr eine Stunde zurück gestellt, haben jetzt also Sommerzeit. Meiner Meinung nach ist das normalerweise (in Europa usw) eine total sinnlose Prozedur, die nur dafür sorgt, dass wir ein paar Tage lang kein Zeitgefühl haben und uns wie gerädert fühlen.
Doch in Australien macht das tatsächlich Sinn. Denn hier geht selbst im Sommer die Sonne so gegen um 6/um 7 unter. Da ist also eine Stunde vorspulen gar nicht so falsch. Man möchte ja schließlich, so viel Sonne wie möglich am Tag zu Gesicht bekommen.
Wenn man von Deutschland gewohnt ist, dass man im Sommer bis abends gegen halb 10 noch draußen sitzen oder arbeiten kann und dann erst den Sonnenuntergang sieht, ist das natürlich ungewohnt. Doch es ist total logisch. Denn Europa ist viel näher am Nordpol als Australien am Südpol. Demzufolge haben wir viel mehr tägliche Sonnenstunden als Australien. Wenn mich nicht alles täuscht, lernt man das irgendwann sogar in Geo.

4. Kreisverkehr

Dass man links herum fahren muss in australischen Kreisverkehren ist einleuchtend, ist ja schließlich Linksverkehr. Aber eine Sache, die man als Europäer erst nicht versteht, gerne vergisst und eben gerne mal falsch macht, ist die Sache mit dem Blinken. Hier ist es eben nicht so, dass man an der Ausfahrt blinkt, an der man hinaus möchte. Nein, beim Hineinfahren blinkt man entweder gar nicht, links oder rechts. Mit dem Hintergedanken, dass man praktisch allen anderen schon vorher zeigt, wo man hin möchte. Linksblinken heißt erste Ausfahrt, gar nicht blinken geradeaus und demzufolge rechtsblinken für dritte Ausfahrt. Das klingt auf den ersten Blick logisch. In der Praxis ist es dann doch verwirrender. Denn wenn ich ein Auto rechts blinken sehe, weiß ich ja noch lange nicht, welche Einfahrt er genommen hat und wo es dann raus möchte. Und was macht man eigentlich, wenn da mehr als drei Ausfahrten sind? Oder wenn man wendet?
Ich habe keine Ahnung.

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