Wenn sich die Motivation ein Grab buddelt ...

Eigentlich wollte ich heute meinen Post über unser Wochenende in Sydney schreiben. Aber ... irgendwie war mir nicht danach. Um genau zu sein ist mir nach gar nichts. Meine Motivation ist heute früh scheinbar nicht nur im Bett liegen geblieben, sondern hat sich gleich mal ein eigenes Grab gebuddelt und die gute Laune fand die Idee recht lustig und schlummert daneben.
Yeahh, beide Antriebsmotoren sind also für heute ausgefallen. Was macht man da?

Nichts. Also natürlich arbeitet man, weil man es ja muss und man somit immerhin auch was zu tun hat, aber in der Freizeit? Ich hatte eine lange Liste. Texte ins Englische übersetzen. Sydney-Post schreiben. Postkarten abschicken. Ein bisschen Sport. Das letzte hab ich sogar durchgezogen, da hat das schlechte Gewissen den Motor gespielt. Jedoch ist das auch der einzige Punkt an der Liste, wo ein Haken dran ist. 

Vielleicht liegt das alles ja auch am Wetter. Ich meine von Sydneys warmen Sonnenschein zu Canberras Wind-Regen-Storm-Schmuddelwetter. Das kann einen ja schon mal runterziehen. Ich bin heute 30m über nasses Gras gelaufen (keine Motivation die 10m mehr zum Gehweg zu überwinden), Endergebnis war (natürlich) pitschnasse Schuhe, Socken und Füße. Vorgestern bin ich doch noch in Sandalen durch die Großstadt getingelt. Ist jetzt der Winter zurück? Als ich die Kids abgeholt habe, hab ich das durch meine Wolke aus Schmuddelwetterlaune hindurch aufgesaugt. Hat mich nicht unbedingt aufgebaut. Ich denke wirklich das Wetter spielt eine große Rolle, wenn es um unser Wohlbefinden und die gute Laune geht. Wer kann schon jauchzend durch das mit heizungsluft-staubtrockene Luft gefüllte Haus hüpfen, wenn draußen gerade die Welt untergeht und man noch die frische Erinnerung des Fastsommers vor Augen hat?

Also normalerweise kann ich das schon, aber ohne Motivation für irgendwas, geht das eben alles nicht.

Allein dass ich diesen Post geschrieben habe, grenzt an ein kleines Wunder. Aber der Laptop war nun mal gerade an und wollte seine Aufmerksamkeit.

Aber eine Sache ist mir zum Glück geblieben: mein Optimismus. Morgen wird alles besser.

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